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Hundegesundheit: Impfung, Zecken, Flöhe und Würmer

Ein gesunder Hund braucht Vorsorge, nicht erst Behandlung. Impfungen, Parasitenschutz und ein aufmerksamer Blick auf den Körper verhindern viele Krankheiten. Wann du sofort zum Tierarzt musst, steht am Ende.

Auf dieser Seite
  1. Der erste Tierarztbesuch und regelmäßige Vorsorge
  2. Impfungen und der Impfpass
  3. Tollwut: tödlich und auch für Menschen gefährlich
  4. Zecken: absuchen und richtig entfernen
  5. Flöhe: Erkennen und bekämpfen
  6. Würmer, Kot und Hygiene
  7. Zähne, Körpertemperatur und Körperbau
  8. Wann der Hund schnell zum Tierarzt muss
  9. Üben mit Hundeführerschein Deutschland
  10. Diese 33 Prüfungsfragen gehören dazu

Der erste Tierarztbesuch und regelmäßige Vorsorge

Stell einen neuen Hund bald beim Tierarzt vor, auch wenn er gesund wirkt. Dafür gibt es drei gute Gründe. Die Praxis prüft den Gesundheitszustand und kontrolliert anhand des Impfpasses, ob Impfschutz und Entwurmung ausreichen. Der Hund lernt die Praxis in ruhiger Atmosphäre kennen. Außerdem sieht der Arzt ihn einmal gesund und kann spätere Veränderungen besser einordnen.

Zur Vorsorge gehört mehr als Impfen und Entwurmen. Schau deinen Hund täglich am ganzen Körper an und taste ihn ab, zum Beispiel beim Bürsten. So fallen Beulen, Hautveränderungen und Parasiten früh auf. Lass ihn außerdem regelmäßig tierärztlich kontrollieren und achte darauf, dass er nicht zu dick wird. Übergewicht belastet Gelenke und Herz.

Wöchentliches Baden hilft nicht. Es entfettet Haut und Fell und kann Hautprobleme sogar fördern. Gebadet wird nur bei Bedarf, etwa bei starker Verschmutzung. Regelmäßige Fellpflege dagegen hält Haut, Ohren und Zähne gesund. Sie stärkt außerdem die Bindung, weil der Hund lernt, Berührung ruhig hinzunehmen.

Impfungen und der Impfpass

Welpen bekommen eine Grundimmunisierung mit mehreren Impfungen. Üblich sind Termine etwa in der 8., 12. und 16. Lebenswoche. Dazu kommt eine Wiederholung nach etwa einem Jahr. Danach wird aufgefrischt. Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) nennt als Frist für die Wiederholung bis zum 15. Lebensmonat.

Sinnvoll sind Impfungen gegen Parvovirose, Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Tollwut und den Zwingerhusten-Komplex. Welche davon dein Hund braucht, hängt von Wohnort und Lebensweise ab. Besprich das mit der Tierarztpraxis. Werden viele Hunde nicht mehr geimpft, kehren die Krankheiten zurück.

Den Impfpass, in Europa meist als Heimtierausweis geführt, darf nur der Tierarzt ausstellen, der die Impfung vornimmt. Er bestätigt mit Stempel, Unterschrift und Angaben zum Impfstoff, dass geimpft wurde. Züchter, Halter, Veterinäramt oder Zuchtverband können das nicht rechtsgültig beurkunden.

Tollwut: tödlich und auch für Menschen gefährlich

Tollwut ist eine Viruserkrankung, die tödlich verläuft. Auch Menschen können sich anstecken. Die Viren stecken im Speichel erkrankter Tiere und gelangen meist durch einen Biss in die Blutbahn. Mit dem Kot werden sie nicht ausgeschieden.

Eine allgemeine gesetzliche Impfpflicht gibt es für Hunde in Deutschland nicht. Trotzdem lohnt sich die Impfung. Für Reisen ins Ausland und die Rückkehr ist sie oft vorgeschrieben. Bei Tollwutverdacht sind geimpfte Hunde rechtlich besser gestellt. Wie lange der Schutz gilt, hängt vom Impfstoff, seiner Zulassung und dem Eintrag im Heimtierausweis ab. Manche Impfstoffe schützen ein Jahr, andere drei Jahre.

Auch gegen Leptospirose gibt es eine Impfung. Beide Krankheiten können Hunde und Menschen befallen. Man nennt solche Krankheiten Zoonosen.

Zecken: absuchen und richtig entfernen

Zecken können beim Hund Krankheitserreger übertragen. In Deutschland sind das Borreliose, FSME, Anaplasmose, Babesiose und Ehrlichiose. Toxoplasmose gehört nicht dazu: Sie wird hauptsächlich über Katzenkot und rohes Fleisch weitergegeben. Je länger eine Zecke saugt, desto höher ist das Risiko.

Such deinen Hund nach jedem Spaziergang gründlich ab. Entferne Zecken schnell und vorsichtig mit Zeckenzange, Zeckenkarte oder Pinzette. Greif möglichst nah an der Haut und zieh gleichmäßig heraus, ohne zu quetschen oder zu reißen. Reißt du sie ruckartig mit den Fingern ab, bleiben oft Mundwerkzeuge in der Haut. Öl hilft nicht. Es reizt die Zecke, und sie gibt dann mehr Speichel mit Erregern ab.

Einen vorbeugenden Zeckenschutz besprichst du mit dem Tierarzt.

Flöhe: Erkennen und bekämpfen

Flöhe verraten sich durch häufigeres Kratzen. Beim Kämmen findest du kleine schwarze Krümel im Fell. Das ist Flohkot. Einen aufwendigen Test brauchst du nicht, denn Flöhe oder Flohkot zeigt der Flohkamm meist schon.

Gegen Flöhe helfen Kontaktinsektizide, zum Beispiel spezielle Halsbänder oder Spot-on-Präparate vom Tierarzt. Behandle am besten auch die Umgebung. Baden, Schwimmen und häufiges Waschen schützen nicht. Zwiebeln oder Knoblauch im Futter wirken nicht und sind für Hunde sogar giftig.

Würmer, Kot und Hygiene

Auch erwachsene Hunde stecken sich mit Würmern an, zum Beispiel über Kot anderer Hunde oder über Beute. Entwurmt wird deshalb regelmäßig oder gezielt. Bei nachgewiesenem Befall behandelst du immer. Sonst richtest du dich nach dem Risiko: Kontakt zu anderen Hunden, Wildtierkot und Jagen. Moderne Praxis ist, den Kot untersuchen zu lassen und nur bei Bedarf zu entwurmen.

Über Hundekot können Krankheitserreger und Wurmeier auf andere Hunde und auf Menschen übergehen. Entsorge den Kot deshalb immer, besonders auf Wegen und Wiesen, auf denen Kinder spielen.

Würmer sind keine Zeckenkrankheit. Sie werden meist über Kot, Beute oder Flöhe aufgenommen.

Zähne, Körpertemperatur und Körperbau

Ein ausgewachsener Hund hat 42 Zähne, 20 im Oberkiefer und 22 im Unterkiefer. Welpen haben nur 28 Milchzähne. Kontrolliere Zähne und Zahnfleisch regelmäßig. Zahnprobleme verursachen Schmerzen und können bis zu Schäden an Organen führen. Mundgeruch, weniger Kauen oder schlechteres Fressen sind oft erst späte Zeichen. Kauartikel allein halten die Zähne nicht gesund.

Die normale Körpertemperatur des Hundes liegt bei etwa 38 bis 39 Grad Celsius, im After gemessen. Fieber beginnt je nach Quelle bei etwa 39,0 bis 39,5 Grad, häufig nennt man 39,3 Grad. Eine kühle, feuchte Nase sagt nichts über Fieber aus. Auch 36 oder 37 Grad wären zu niedrig und deuten auf Unterkühlung oder Kreislaufprobleme.

Wann der Hund schnell zum Tierarzt muss

Hält schlimmer Durchfall mit Erbrechen zwei Tage an, geh zum Tierarzt. Der Hund verliert viel Flüssigkeit und kann innerhalb weniger Tage lebensbedrohlich austrocknen. Er muss ausreichend Flüssigkeit aufnehmen und behalten, notfalls über eine Infusion. Kohletabletten lösen das Problem nicht. Milch kann den Durchfall durch den Milchzucker sogar verschlimmern.

Die Magendrehung ist ein lebensgefährlicher Notfall. Sie trifft vor allem große Hunde mit tiefem Brustkorb. Vorbeugen kannst du mit zwei bis drei kleineren Mahlzeiten und etwa zwei Stunden Ruhe nach dem Fressen.

Wird ein bisher friedlicher Hund plötzlich aggressiv, steckt oft Schmerz oder eine Krankheit dahinter. Auch dann gehört er schnell zum Tierarzt. Bestrafen löst das Problem nicht. Eine Futterumstellung auch nicht.

Üben mit Hundeführerschein Deutschland

In der App findest du die amtlichen Fragen aus Nordrhein-Westfalen, Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit Erklärungen. Für alle anderen Bundesländer kannst du ebenfalls üben.

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Quellen

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