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Hund füttern, Läufigkeit und Kastration einfach erklärt

Wie viel und was dein Hund frisst, entscheidet über Gewicht und Gesundheit. Bei Hündinnen kommen Läufigkeit, Trächtigkeit und die Frage nach der Kastration dazu. Hier findest du die Grundlagen verständlich erklärt.

Auf dieser Seite
  1. Bedarfsgerecht füttern
  2. Wann, wo und wie oft füttern
  3. Knochen, rohes Fleisch und Kot als Hinweis
  4. Läufigkeit bei der Hündin erkennen
  5. Deckakt, Trächtigkeit und Scheinträchtigkeit
  6. Kastration: was sie ist und was sie bringt
  7. Üben mit Hundeführerschein Deutschland
  8. Diese 38 Prüfungsfragen gehören dazu

Bedarfsgerecht füttern

Ein Hund soll so viel fressen, wie sein Körper braucht. Die Menge richtet sich nach Alter, Größe, Aktivität und Gesundheit. Kontrolliere das Gewicht regelmäßig und passe die Portion an.

Als Grundlage eignet sich ein hochwertiges Fertigfutter, trocken oder nass. Es deckt den Bedarf eines gesunden Hundes und muss nicht ständig ergänzt werden. Zusätze können sogar zu einer Überversorgung führen. Kleine Mengen Obst, Gemüse oder Milchprodukte sind möglich, wenn der Hund sie verträgt. Milch selbst ist wegen des Milchzuckers ungeeignet.

Bereitest du das Futter selbst zu, braucht es Eiweiß, Kohlenhydrate, Fette sowie Vitamine und Mineralstoffe. Plane die Ration sorgfältig. Nur Fleisch und Knochen führen zu einseitiger Ernährung mit Mangel.

Ungeeignet sind Essensreste, Brot, Wurst und fettige oder stark gewürzte Speisen. Sie belasten Magen und Bauchspeicheldrüse. Gefährlich sind außerdem Trauben, Rosinen und Zwiebeln: Sie sind für Hunde giftig.

Wann, wo und wie oft füttern

Gib dem Hund am besten zwei feste Mahlzeiten täglich im Napf an einem festen Futterplatz. Das schafft Routine und Ruhe beim Fressen. Zwischendurch bekommt er nichts. Dauerhaft bereitstehendes Futter lässt viele Hunde zu dick werden, und du verlierst den Überblick über die Menge.

Ein wöchentlicher Hungertag ist nicht nötig. Er gehört zu den Mythen. Nur bei bestimmten Krankheiten kann der Tierarzt ihn empfehlen. Absichtlich Hunger zu lassen macht einen Hund nicht gehorsam, sondern schadet ihm.

Zwei bis drei kleinere Mahlzeiten helfen großen Hunden, einer Magendrehung vorzubeugen. Danach gönnst du dem Hund etwa zwei Stunden Ruhe. Toben direkt nach dem Fressen ist gefährlich, und auch vor einem langen Spaziergang solltest du nicht füttern.

Eines muss dem Hund jederzeit zur Verfügung stehen: frisches Wasser, in ausreichender Menge und guter Qualität. Das schreibt die Tierschutz-Hundeverordnung vor.

Knochen, rohes Fleisch und Kot als Hinweis

Rohes Schweinefleisch gehört nie in den Napf, vor allem nicht von Wildschweinen. Es kann das Aujeszky-Virus enthalten, und das verläuft für Hunde meist tödlich. Hausschweine gelten in Deutschland als frei davon, Wildschweine nicht.

Bei Geflügel gibt es zwei Gefahren. Rohes Fleisch kann Salmonellen enthalten, die Durchfall auslösen. Einfrieren tötet sie nicht ab. Und Geflügelknochen splittern leicht und können Mund, Speiseröhre und Darm verletzen. Verfüttere Geflügel deshalb gegart und ohne Knochen.

Auch der Kot verrät etwas. Sehr harter, heller, kreidiger Kot deutet auf zu viel Knochen in der Ration hin. Das Kalzium wird ausgeschieden und kann zu Verstopfung führen. Hält sie an, frag den Tierarzt.

Läufigkeit bei der Hündin erkennen

Die meisten Hündinnen werden zwischen dem sechsten und zwölften Lebensmonat zum ersten Mal läufig. Große Rassen kommen später in die erste Läufigkeit, kleine früher. Danach wiederholt sich der Zyklus in der Regel zweimal im Jahr.

Die Läufigkeit dauert insgesamt etwa drei Wochen. Zuerst kommt die Vorbrunst mit Schwellung und Ausfluss, dann die Hauptphase, in der die Hündin deckbereit ist. Sie hängt nicht von der Jahreszeit ab.

Das sicherste Zeichen ist der blutige Ausfluss aus der Scheide, meist zusammen mit einer angeschwollenen Scham. Hinzu kommen häufigeres Urinieren, bei dem sie Duftmarken setzt, und das Interesse der Rüden. Auch das Verhalten ändert sich oft. Manche Hündinnen streunen mehr, hören schlechter, reagieren gereizter auf andere Hündinnen oder sind besonders anhänglich. Solche Verhaltensänderungen allein beweisen aber nichts, denn sie haben auch andere Ursachen.

Kein verlässliches Zeichen ist zum Beispiel, dass sich die Hündin am Boden wälzt. Auch Durchfall hat nichts mit der Läufigkeit zu tun. Eine auffällig vergrößerte Milchleiste weist eher auf Scheinträchtigkeit oder Trächtigkeit hin.

Deckakt, Trächtigkeit und Scheinträchtigkeit

Fruchtbar ist die Hündin in den Stehtagen. Dann wird der blutige Ausfluss heller und wässrig-fleischfarben, und sie nimmt den Rüden an. Der Beginn der Läufigkeit ist noch nicht der richtige Zeitpunkt. Schon bei der ersten Läufigkeit kann eine Hündin trächtig werden. Sinnvoll ist das nicht, weil sie dann oft noch nicht ausgewachsen und geistig unreif ist.

Beim Deckakt bleiben Rüde und Hündin eine Weile verbunden. Man nennt das Hängen. Es gehört zum normalen Ablauf. Trenne die Tiere nie gewaltsam, sonst können schwere Verletzungen an den Geschlechtsorganen entstehen. Wegreißen oder kaltes Wasser beenden den Vorgang nicht und tun nur weh. Warte ab und sprich danach zeitnah, möglichst innerhalb von zwei Tagen, mit dem Tierarzt über die Möglichkeiten.

Die Trächtigkeit dauert im Mittel neun Wochen, das sind etwa 57 bis 63 Tage. Die Dauer schwankt nur wenige Tage und hängt kaum von der Rasse ab.

Nach der Läufigkeit kann eine Scheinträchtigkeit folgen. Sie ist hormonell bedingt und tritt auch ohne Deckakt auf. Bei vielen Hündinnen bleibt sie unbemerkt und klingt von allein ab. Bei anderen schwillt das Gesäuge an, es fließt Milch, sie sammeln Spielzeug und behüten es, wirken lustlos oder wechseln die Stimmung. Zieht sich die Phase sehr in die Länge oder leidet die Hündin, braucht sie tierärztliche Hilfe.

Kastration: was sie ist und was sie bringt

Bei der Kastration entfernt der Tierarzt beim Rüden die Hoden, bei der Hündin die Eierstöcke, gegebenenfalls mit der Gebärmutter. Danach kann der Hund keine Nachkommen mehr zeugen. Die Sterilisation ist etwas anderes: Dabei werden nur Samen- oder Eileiter durchtrennt, und die Hormone bleiben.

Die Kastration ist in Deutschland nicht verboten, aber keine Routine. Das Tierschutzgesetz erlaubt sie, wenn sie medizinisch nötig ist, unkontrollierte Fortpflanzung verhindern soll oder zur weiteren Haltung des Tieres dient. In der Praxis wägt man Vor- und Nachteile im Einzelfall mit dem Tierarzt ab.

Beim Rüden lässt danach häufig das Streunen nach läufigen Hündinnen nach. Auch das Markieren und der Streit mit unkastrierten Rüden nehmen oft ab, weil diese Verhaltensweisen stark vom Testosteron abhängen. Jagdverhalten ändert sich dagegen nicht verlässlich. Aggression geht nicht sicher zurück. Sie hat viele Ursachen, etwa Angst, Lernerfahrung und Erziehung. Gegen andere Rüden hilft die Kastration nur, wenn Hormone die Ursache sind. Als Versuch ist sie zusammen mit einem Trainingsprogramm denkbar. Sie ersetzt aber kein Training.

Bei der Hündin hat die Kastration Nachteile. Sie nimmt schneller zu, weil sich der Stoffwechsel ändert. Das Futter muss deshalb angepasst werden. Bei einem kleinen Teil der Hündinnen kommt es zur Harninkontinenz.

Wie sich ein Hund nach der Kastration verändert, kann niemand sicher vorhersagen. Manche werden ruhiger, bei anderen ändert sich wenig, und bei einigen steigt die Unsicherheit. Fettleibigkeit tritt nicht zwangsläufig auf. Sie hängt vor allem von Futtermenge und Bewegung ab.

Üben mit Hundeführerschein Deutschland

In der App findest du die amtlichen Fragen aus Nordrhein-Westfalen, Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit Erklärungen. Für alle anderen Bundesländer kannst du ebenfalls üben.

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Quellen

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