Auf dieser Seite
- Körpersprache zuerst, Laute nur als Zusatz
- Die Rute: Wedeln heißt zuerst nur Erregung
- Selbstsicher drohen und imponieren
- Aus Unsicherheit drohen: gemischte Signale
- Angst und Unterwürfigkeit erkennen
- Beschwichtigungssignale: Hunde entschärfen Streit
- Stress erkennen: mehrere Zeichen zusammen
- Spiel richtig erkennen
- Üben mit Hundeführerschein Deutschland
- Diese 68 Prüfungsfragen gehören dazu
Körpersprache zuerst, Laute nur als Zusatz
Hunde verständigen sich hauptsächlich über Körpersprache und Mimik. Laute wie Bellen, Knurren oder Winseln kommen dazu, tragen aber weniger Information. Auch aufgestellte Rückenhaare sind bei jedem Hund ein Zeichen für Erregung, egal bei welcher Rasse.
Die Laute lassen sich trotzdem grob einordnen. Winseln drückt Unsicherheit oder Angst aus. Tiefes Knurren ist eine Warnung. Bellen meldet Wachsamkeit. Ein Hund, der gespannt etwas verfolgt, ist oft ganz lautlos.
Der wichtigste Sinn des Hundes ist die Nase. Sie ist der menschlichen weit überlegen. Farben sieht ein Hund schlechter als wir, sehr hohe Töne hört er dafür gut. Schwitzen kann er kaum, er kühlt sich vor allem über Hecheln.
Die Rute: Wedeln heißt zuerst nur Erregung
Die Stimmung eines Hundes liest du am schnellsten an der Rute ab. Ihre Haltung und Bewegung zeigen, ob er entspannt, unsicher oder erregt ist. Trotzdem gilt: Nie ein einzelnes Signal deuten, immer den ganzen Hund ansehen.
Wedeln bedeutet nur, dass der Hund aufgeregt ist. Das kann Freude sein, aber auch Nervosität, Imponieren, Kampfbereitschaft oder Jagdfieber. Eine hoch getragene, steif wedelnde Rute kann sogar eine Drohung sein. Ein breites, lockeres Wedeln auf Rückenhöhe passt dagegen zu Entspannung und Freude.
Selbstsicher drohen und imponieren
Ein selbstsicherer Hund macht sich groß. Er steht steif und aufrecht, das Gewicht liegt auf den Vorderbeinen. Kopf und Ohren sind oben und zeigen nach vorn, die Rute steht hoch und starr. Oft wedelt sie schnell und kurz vor Erregung.
Der Blick ist hart und direkt oder geht knapp am anderen vorbei. Dazu kommen hochgezogene Lefzen, manchmal sichtbare Zähne bei geschlossenem Fang und gesträubte Nackenhaare. Keines dieser Zeichen steht allein, das Gesamtbild zählt.
Imponiergesten sind auch der Kopf oder die Pfote auf dem Rücken des anderen Hundes. Der Hund zeigt damit Status und Selbstbewusstsein. Die Deutung hängt vom Zusammenhang ab. Sieh genau hin, denn aus der Geste kann ein Streit werden.
Starres gegenseitiges Anstarren ist unter fremden Hunden kein freundlicher Blick. Es ist Drohen und Imponieren, beide messen sich. Ein Hund, der flach am Boden liegt und den entgegenkommenden Hund fixiert, schleicht an. Das kann ein Angriff oder ein Spiel werden. Vergrößere dann den Abstand oder rufe deinen Hund ab, bevor es eskaliert.
Auch zwischen zwei Hunde zu treten kann ein Zeichen von Anspannung sein. Der Hund steht steif, mit hoher Rute und festem Blick, und unterbricht so den Kontakt. Spielen will er nicht, denn dann wäre er locker.
Aus Unsicherheit drohen: gemischte Signale
Nicht jedes Drohen ist selbstsicher. Ein unsicherer Hund würde lieber ausweichen, kann es aber nicht. Er zeigt deshalb Widersprüchliches: Die Zähne sind gezeigt oder die Lefzen gekräuselt, der Körper ist angespannt, aber leicht geduckt oder zurückgelehnt. Die Rute ist tief oder eingeklemmt, die Ohren stehen seitlich oder liegen an.
Ist der Hund zusätzlich erregt, zittert die Rute oder wedelt hektisch. Der Blick wechselt zwischen Fixieren und Wegsehen. Der Hund bellt, knurrt oder tritt vor und zurück. Das ist die Abwehr, die man ernst nehmen muss: Wer sie ignoriert, riskiert einen Biss.
Drohen ist normale Kommunikation, kein „aggressiver Charakter“. Der Hund sagt damit: Komm nicht näher. Der andere Hund oder Mensch soll die Warnung akzeptieren und Abstand schaffen. Bleib ruhig und gehe nicht auf den Hund zu.
Angst und Unterwürfigkeit erkennen
Ein ängstlicher Hund macht sich klein. Er duckt sich oder liegt, der Kopf ist gesenkt, die Ohren sind angelegt, die Rute ist eingeklemmt. Die Mundwinkel sind weit nach hinten gezogen und der Körper zittert vielleicht. Der Blick weicht aus. Direkter Blickkontakt gehört nicht dazu, er wirkt selbstsicher oder fixierend.
Manche Hunde nässen sich dabei, besonders junge oder unsichere. Dieses Unterwürfigkeitsharnen ist Beschwichtigung und keine Provokation. Schimpfen verschlimmert es. Begrüße solche Hunde ruhig und ohne Aufregung, dann verwächst es sich meist.
Ein Hund in Angst hat meist drei Wege. Er flieht. Er greift an, wenn er nicht ausweichen kann. Oder er zeigt körperliche Zeichen wie Zittern und Urinieren. Zum Betteln um Futter passt das nicht. Treibe einen ängstlichen Hund nie in die Enge.
Beachte auch, was du selbst ausstrahlst. Hunde achten stark auf die Körpersprache von Menschen, oft mehr als auf Worte. Sich über einen Hund zu beugen, ihm die Hand entgegenzustrecken, ihn anzustarren oder mit einem Gegenstand auf ihn zuzugehen, empfindet er schnell als Bedrohung. Duckt und knurrt er schon, ist das eine klare Warnung. Dein Kleinmachen ist für ihn kein Zeichen von Schwäche.
Besser: seitlich stehen, Abstand halten und den Hund selbst kommen lassen. Fremde Hunde mögen Streicheln über den Kopf oft nicht. Gehe ruhig und langsam vor.
Beschwichtigungssignale: Hunde entschärfen Streit
Mit Beschwichtigung bauen Hunde Spannung ab. Typisch sind über die Nase lecken, den Kopf abwenden und Wegsehen. Dazu gehören auch das Anstarren eines entfernten Gegenstands und das Pföteln ohne Körperkontakt. Legt ein Hund den Kopf auf den Rücken eines anderen, kann auch das je nach Situation beschwichtigen. Meist ist es aber eine Imponiergeste.
Ein starrer Blick nach vorn beschwichtigt dagegen nie. Er wirkt fixierend und konfrontativ. Wer beschwichtigt, will Ruhe. Bedränge einen solchen Hund nicht weiter.
Auch Welpen schützen sich durch Beschwichtigung vor erwachsenen Hunden. Auf die Seite legen und wedeln mit gestrecktem Hals ist Unterwerfung, nicht Imponieren.
Stress erkennen: mehrere Zeichen zusammen
Hunde erleben Stress wie Menschen, etwa durch Lärm, Überforderung oder Unsicherheit. Typische Zeichen sind Hecheln ohne Hitze oder Anstrengung, Gähnen ohne Müdigkeit, häufiges Über-die-Nase-Lecken und Kratzen ohne Juckreiz. Auch Unruhe und eine angespannte Haltung gehören dazu. Dauert der Stress lange, kommen starkes Haaren und stumpfes Fell dazu.
Hecheln hat zwei Ursachen: Abkühlung oder Stress. Welche es ist, zeigen Situation und übrige Körpersprache. Hechelt ein Hund bei eingeklemmter Rute und angelegten Ohren, ist es Stress oder Angst.
Neugier sieht anders aus. Ohren nach vorn und Interesse an der Umgebung zeigen Aufmerksamkeit. Ein neutral aufmerksamer Hund steht oder sitzt locker, hat ein weiches Auge und ein entspanntes Maul.
Kein Zeichen beweist Stress allein. Zusammen ergeben sie ein Bild. Geh dann mit Abstand und Ruhe auf den Hund ein.
Spiel richtig erkennen
Die klassische Einladung zum Spiel ist die Vorderkörpertiefstellung: Der Hund senkt die Brust ab, die Vorderbeine sind ausgestreckt, das Hinterteil bleibt oben. Dazu kommen lockere, federnde, übertriebene Bewegungen, eine weiche Rute und ein offenes, entspanntes Maul.
Echtes Spiel erkennst du am Rollenwechsel. Mal jagt der eine, mal der andere, mal liegt einer oben, mal der andere. Es gibt kurze Pausen. Wildes Spiel mit viel Rempeln, Rollen und sichtbaren Zähnen ist normal. Kippt es, wird der Körper steif, der Blick fixiert und es kommt Knurren dazu.
Kein Spiel ist es, wenn mehrere Hunde einen einzelnen hetzen und in die Enge treiben. Er quiekt, schnappt und klemmt die Rute ein. Das ist Bedrängnis oder Mobbing. Greife ruhig ein und hole den Bedrängten heraus.
Spielen fördert die körperliche und geistige Entwicklung. Hunde dürfen miteinander spielen, vor allem Welpen, die dabei Körpersprache und Beißhemmung lernen. Nicht aber jederzeit und mit jedem: Die Hunde sollten gut sozialisiert sein und in Größe und Gewicht zusammenpassen. Fremde oder ängstliche Hunde geraten leichter in Streit. Spielen untergräbt die Rangordnung nicht.
Auch im Spiel mit dem Menschen gilt: Du bestimmst Beginn und Ende, der Hund darf aber oft gewinnen, damit es Spaß macht. Klare Regeln wie das Ausgeben des Spielzeugs gehören dazu.
Üben mit Hundeführerschein Deutschland
In der App findest du die offiziellen Fragen von NRW, Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit Erklärungen. Für alle anderen Bundesländer gibt es passende Übungen.
Bald im App Store.
Diese 68 Prüfungsfragen gehören dazu
- Nordrhein-Westfalen 6Welchen Ausdruck zeigt dieser Hund?
- Nordrhein-Westfalen 16Welchen Ausdruck zeigt dieser Hund?
- Nordrhein-Westfalen 18Ich beuge mich über einen Hund und möchte ihn streicheln. Er duckt sich und knurrt. Ich mache mich klein und strecke ihm meine Hand entgegen, damit er daran schnüffeln kann. In diesem Moment schnappt er nach mir. Was könnte der Grund dafür sein?
- Nordrhein-Westfalen 26Welchen Ausdruck zeigt dieser Hund?
- Nordrhein-Westfalen 31Woran kann man erkennen, ob ein Hund einem anderen gegenüber Imponierverhalten zeigt?
- Nordrhein-Westfalen 41Was bedeutet es, wenn ein Hund einem anderen den Kopf auf den Rücken legt?
- Nordrhein-Westfalen 46Welchen Ausdruck zeigt dieser Hund?
- Nordrhein-Westfalen 51Was bedeutet es, wenn ein Hund einen anderen Hund oder einen Menschen in angespannter Körperhaltung mit dem Blick fixiert?
- Nordrhein-Westfalen 56Welchen Ausdruck zeigt dieser Hund?
- Nordrhein-Westfalen 61Was für eine Bedeutung hat es, wenn sich ein Hund flach auf den Boden legt und einen entgegenkommenden Hund mit dem Blick fixiert?
- Nordrhein-Westfalen 65Welchen Ausdruck zeigt dieser Hund?
- Nordrhein-Westfalen 75Welchen Ausdruck zeigt dieser Hund?
- Nordrhein-Westfalen 76Warum kann ein junger oder ängstlicher Hund in Begrüßungssituationen Urin absetzen?
- Nordrhein-Westfalen 80Woran erkennen Sie, dass Hunde miteinander spielen?
- Nordrhein-Westfalen 86Welche der aufgezählten Gesten können Hunde zur Beschwichtigung einsetzen?
- Nordrhein-Westfalen 88Was sind Anzeichen von Angst und Stress?
- Nordrhein-Westfalen 121Nennen Sie typische Signale, an denen man ängstlich-unterwürfiges Verhalten erkennen kann.
- Nordrhein-Westfalen 131Achten Hunde auf die Körpersprache von Menschen?
- Nordrhein-Westfalen 139Ist es Spiel, wenn eine Gruppe von Hunden einem einzelnen Hund hinterherrennt und ihn in die Enge drängt?
- Nordrhein-Westfalen 167Was sind mögliche Stresssymptome eines Hundes?
- Berlin 44Was bedeutet es, wenn ein Hund mit dem Schwanz wedelt?
- Berlin 45Welche Aussage zu folgendem Bild trifft höchstwahrscheinlich zu?
- Berlin 46Wie würden Sie die folgende Situation beschreiben?
- Berlin 48Wie würden Sie die folgenden Situationen beurteilen?
- Berlin 49Welche Aussage zu folgendem Bild trifft höchstwahrscheinlich zu?
- Berlin 51Wie bewerten Sie die folgende Situation?
- Berlin 53Wie beurteilen Sie die folgenden Körperhaltungen? Bitte ordnen Sie zu!
- Berlin 54Wie beurteilen Sie die folgende Situation?
- Berlin 55Wie beurteilen Sie die folgende Mimik?
- Berlin 57Welchen Ausdruck zeigt dieser Hund?
- Berlin 58Was kann es bedeuten, wenn ein Hund einem anderen den Kopf auf den Rücken legt?
- Berlin 59Welchen Ausdruck zeigt dieser Hund?
- Berlin 60Welchen Ausdruck zeigt dieser Hund?
- Berlin 61Welchen Ausdruck zeigt dieser Hund?
- Berlin 62Welchen Ausdruck zeigt dieser Hund?
- Berlin 63Was für eine Bedeutung hat es, wenn sich ein Hund flach auf den Boden legt und einen entgegenkommenden Hund mit dem Blick fixiert?
- Berlin 64Was bedeutet es, wenn sich zwei Hunde direkt in die Augen starren?
- Berlin 65Woran kann man erkennen, ob ein Hund einen anderen einschüchtern möchte?
- Berlin 66Woran kann man oft erkennen, dass ein Hund unter Stress steht?
- Brandenburg 2Welche Aussage ist falsch?
- Brandenburg 7Welche Aussage ist richtig?
- Sachsen-Anhalt 1.10Hunde greifen normalerweise nicht sofort an, sie drohen erst. Woran kann man das erkennen?
- Sachsen-Anhalt 1.11Wie hat man das Wedeln des Hundes mit der Rute zu deuten?
- Sachsen-Anhalt 1.12Woran kann man eine aggressive Stimmung des Hundes erkennen?
- Sachsen-Anhalt 1.13Welche menschlichen Verhaltensweisen könnte ein Hund als Bedrohung empfinden?
- Sachsen-Anhalt 1.15Wenn sich zwei Hunde gegenüberstehen und sich in die Augen starren, was bedeutet das?
- Sachsen-Anhalt 1.16Wie erkennt man, ob ein Hund sich gegenüber einem anderen dominant verhält?
- Sachsen-Anhalt 1.17Was sind die Anzeichen von Angst beim Hund?
- Sachsen-Anhalt 1.18Was muss ich über das Spielen mit Hunden wissen?
- Sachsen-Anhalt 1.19Woran erkennt man, dass Hunde spielen wollen?
- Sachsen-Anhalt 1.20Woran erkennt man spielende Hunde?
- Sachsen-Anhalt 1.21Darf der Hund beim Spielen mit dem Menschen immer „Sieger“ sein?
- Sachsen-Anhalt 1.22Sollte man Hunde miteinander spielen lassen?
- Sachsen-Anhalt 1.23Wie zeigt ein Hund, dass er Spannungen abbauen will?
- Sachsen-Anhalt 1.27Das Hecheln eines Hundes bedeutet:
- Sachsen-Anhalt 1.28Mit welchen Reaktionen kann ein Hund zeigen, dass er unter „Stress" steht?
- Thüringen 8Woran kann man erkennen, ob sich ein Hund einem anderen gegenüber dominant verhält?
- Thüringen 9Was bedeutet es, wenn ein Hund einem anderen den Kopf auf den Rücken legt?
- Thüringen 10Woran erkennen Sie, dass Hunde miteinander spielen?
- Thüringen 11Welche Gesten setzen Hunde zur Beschwichtigung ein?
- Thüringen 13Ich beuge mich über einen Hund und möchte ihn streicheln. Er duckt sich und knurrt. Ich mache mich klein und strecke ihm meine Hand entgegen, damit er daran schnüffeln kann. In diesem Moment schnappt er nach mir. Was könnte der Grund dafür sein?
- Thüringen 15Ist es Spiel, wenn eine Gruppe von Hunden einem unsicheren Hund hinterher rennt und ihn in die Enge drängt?
- Thüringen 27Was sind eindeutige Anzeichen von Stress?
- Thüringen 47Woran erkennt man, dass ein Hund Angst hat?
- Thüringen 48An welchem Körperteil ist am schnellsten die Stimmung des Hundes abzulesen?
- Thüringen 61Nennen Sie typische Signale, an denen man ängstlich, unterwürfiges Verhalten erkennen kann.
- Thüringen 98Sollte man Hunde miteinander spielen lassen?
- Thüringen 100Ordnen Sie folgende Begriffe den Geräuschen zu.
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